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Pflegestufen

Pflegestufe 1 (Erheblich Pflegebedürftige)

Foto: Im Beratungsgespräch mit Pflegekraft
Foto: A. Zelck / DRK

Personen, die bei der Grundpflege mindestens einmal täglich der Hilfe bedürfen (wenigstens zwei pflegerische Verrichtungen aus den Bereichen Körperpflege, Ernährung oder Mobilität) und zusätzlich mehrfach pro Woche Hilfen bei der Hauswirtschaft benötigen, werden in die Pflegestufe I eingeordnet.
Zeitaufwand für den Hilfebedarf: Durchschnittlich mindestens 90 Minuten pro Tag, wobei der Aufwand für pflegerische Verrichtungen mehr als 45 Minuten betragen muss.

Pflegestufe 2 (Schwer-Pflegebedürftige)

Ältere Dame bei der Haarpflege
Foto: A. Zelck / DRK

Personen, die bei der Grundpflege mindestens dreimal täglich zu verschiedenen Tageszeiten der Hilfe bedürfen und zusätzlich mehrfach pro Woche Hilfe bei der Hauswirtschaft benötigen, werden in die Pflegestufe II eingeordnet.

Zeitaufwand für den Hilfebedarf: Durchschnittlich mindestens 3 Stunden pro Tag, wobei der Aufwand für pflegerische Verrichtungen mit 2 Stunden pro Tag eindeutig überwiegen muss.

 

 

 

 

 

 

Pflegestufe 3 (Schwerst-Pflegebedürftige)

Personen, die bei der Grundpflege rund um die Uhr, auch nachts der Hilfe bedürfen und zusätzlich mehrfach pro Woche Hilfe bei der Hauswirtschaft benötigen, werden in die Pflegestufe III eingeordnet.
Zeitaufwand für den Hilfebedarf: Durchschnittlich mindestens 5 Stunden pro Tag, wobei der Aufwand für pflegerische Verrichtungen mit 4 Stunden pro Tag eindeutig überwiegen muss.

Die Hilfe für die ambulante Pflege auf der Grundlage des Kranken- und Pflegeversicherungsrechts besteht aus:

  • Körperpflege (u.a. Waschen, Duschen, Zahnpflege, Rasieren, Blasen- und Darmentleerung)
  • Ernährung (das mundgerechte Zubereiten und/ oder die Aufnahme der Nahrung)
  • Mobilität (u.a. Aufstehen/Zubettgehen, Be- und Entkleiden, Gehen, Stehen und das Verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung)
  • Haushalt (u.a. Einkaufen, Kochen, Spülen, Wäschewaschen und Wohnungsreinigung)
Sympathischer Herr vor dem DRK Symbol
Foto: A. Zelck / DRK

Stand 1.1.2015

Stufe I

Stufe II

Stufe III

ambulant

  468 €

1.144 €

1.612 €

stationär

1.064 €

1.330 €

1.612 €

 

 

 

 

Gesetzliche Pflegeversicherung:
Anstelle der Ambulanten Pflegesachleistungen kann der Pflegebedürftige Pflegegeld beantragen, diese Leistungen liegen pro Monat bei:

Stufe I

Stufe II

Stufe III

Geldleistung

mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz

 

244 €

316 €

 

  458 €

  545 €

728 €

728 €

Gesetzliche Pflegeversicherung: Monatliche Sachleistung (Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung durch ambulante Pflegeeinrichtungen oder Einzelpfleger) im Wert von:

Sachleistungen

mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz

 

468 €

 689 €

 

 

1144 €

1298 € 

 

1612 €

1612 €

Pflegeerleichternde Pflegehilfsmittel, soweit sie nicht wegen Krankheit oder Behinderung von einem anderen Leistungsträger z.B. der gesetzlichen Krankenkasse zu leisten sind.
Pflegekurse für pflegende Angehörige und andere ehrenamtliche Pflegepersonen.
Verhinderungspflege: Bei Urlaub oder Krankheit der Pflegeperson wird für max. 6 Wochen eine Leistung für eine Ersatzpflegekraft bis zu € 1.612 € jährlich gewährt.
Kurzzeitpflege: Bei Ausfall der Pflegeperson oder im Anschluss an eine stationäre Behandlung werden die Kosten für die Unterbringung in einer vollstationären Einrichtung der Kurzzeitpflege jährlich für max. 6 Wochen bis zu € 1.612 übernommen.
Sozialhilfe: Hilfsmittel.

zusätzliche Betreuungsleistungen: Alle Pflegebedürftigen in der häuslichen Pflege können einen monatlichen Zuschuss von 104 € für zusätzliche Betreuungsleistungen beantragen. Pflegebedürftige mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz erhalten 208 € pro Monat.

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Änderung der Pflegestufen ab dem 01.01.2017

§ 140 SGB XI - Überleitung von bestehenden Pflegestufen in die künftigen Pflegegrade

1. Versicherte bei denen das Vorliegen einer Pflegestufe in der bis zum 31. Dezember 2016 geltenden Fassung oder einer erheblich eingeschränkten Alltagskompetenz in der bis zum 31. Dezember 2016 geltenden Fassung festgestellt worden ist, und 2. Versicherte bei denen spätestens am 31. Dezember 2016 alle Voraussetzungen für einen Anspruch auf eine regelmäßig wiederkehrende Leistung der Pflegeversicherung vorliegen, werden ohne erneute Antragstellung und ohne erneute Begutachtung mit Wirkung zum 1. Januar 2017 einem Pflegegrad zugeordnet.

Dabei gelten die folgenden Zuordnungsregelungen:

Pflegestufe ohne eingeschränkte Alltagskompetenz

a) von Pflegestufe I in den Pflegegrad 2,

b) von Pflegestufe II in den Pflegegrad 3,

c) von Pflegestufe III in den Pflegegrad 4 sowie

d) von Pflegestufe III, soweit die Voraussetzungen für einen Härtefall vorliegen in den Pflegegrad 5

Personen mit eingeschränkter Alltagskompetenz

a) ohne gleichzeitige Pflegestufe = Pflegegrad 2,

b) bei gleichzeitigem Vorliegen der Pflegestufe I = Pflegegrad 3,

c) bei gleichzeitigem Vorliegen der Pflegestufe II = Pflegegrad 4,

d) bei gleichzeitigem Vorliegen der Pflegestufe III ohne oder mit Härtefall = Pflegegrad 5